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11. Juli 2019
Warum Zeitinseln so wichtig sind!

Wir sind Weltmeister in der Ablenkung und ständigem Beschäftigtsein. Keine Zeit zu haben, ist mittlerweile zu einem Standard geworden, hinter dem wir uns auch gut verstecken und vieles entschuldigen können. Die gesundheitlichen Auswirkungen sind bekannt. Burnouts, Unzufriedenheit, Kopf- und Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit und vieles mehr sind die Resultate davon. Wir rennen ein Rennen, das nicht zu gewinnen ist und verpassen dabei das Wichtigste: das Leben.

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Raus aus dem Hamsterrad

Sich immer wieder mal aus diesem Hamsterrad nehmen, temporär eine kleine Auszeit gönnen und zu reflektieren, tut mehr als gut. Es ist die Voraussetzung für unser Wohlbefinden; mental wie körperlich. Doch wie schaffe ich es, mir diese kleinen Zeitinseln auch in den Alltag zu integrieren? Meditation, Yoga, Achtsamkeit, bewusstes Essen und Sport sind in aller Munde und uns in der Regel bekannt. Sicherlich auch sehr gute Instrumente, die im Alltag eine Rekalibrierung unserer Selbst ermöglichen. Es nützt mir jedoch wenig, wenn ich beispielsweise Yoga als Pendenz erachte, die noch schnell erledigt werden muss. Wenn ich im Leistungsdruck mein Yoga-Programm durchpeitsche und unzufrieden nach Hause gehe, weil die Kollegin die Yoga-Stellungen besser beherrscht als ich. Es nützt auch wenig, mit Kopfhörern durch den Wald zu hetzen auf der Flucht nach der neuen Bestzeit.

Alltägliche Zeitinseln schaffen

Zeitinseln machen nur Sinn, wenn man sich von allen Leistungsversprechen, Anforderungen an sich selbst und andere sowie sonstigen Ansprüchen löst. Nichtstun ist der Schlüssel. Geht gar nicht – werden jetzt viele sagen. Nichts tun geht doch nicht! Entweder ich meditiere oder ich jogge oder ich… Unser Kopf bietet eine gewaltige Pendenzenliste für die Zeit, die eigentlich als Freizeit gedacht ist. Und auch wenn keine geplante Tätigkeit ansteht, wird „tote Zeit“ sofort mit digitalen „Helfern“ überbrückt. Die Sucht mit sozialen Medien und sonstigen digitalen Belanglosigkeiten seine freie Zeit zu vergeuden, ist allgegenwärtig.

Planen und suchen sie sich bewusst ihre persönliche Zeitinsel. Integrieren sie kleine, kurze Auszeit-Häppchen in ihren Alltag. Mit ein wenig Übung wird es ihnen gelingen, diese Auszeiten spontaner und an verschiedensten Orten durchführen zu können. Nachfolgend erhalten Sie ein paar Ideen und Tipps.

Im Büro

Stellen sie ihren Timer auf drei Minuten. Machen sie in diesen drei Minuten nichts. Keine Telefonate, keine E-Mails, keine Gespräche, kein Kaffee holen, etc. Sollten sie in einem Grossraumbüro arbeiten, suchen sie sich einen ruhigen Ort, notfalls das stille Örtchen. Schliessen sie die Augen und achten sie nur auf ihren Atem. Mehr nicht, aber auch nicht weniger.

Halten sie in schwierigen Momenten inne. Atmen sie tief durch, schliessen sie die Augen für eine Minute und fragen sich, was mache ich sinnvollerweise als nächstes.

Schenken sie der Achtsamkeit mehr Beachtung: Gehen sie bewusst langsam und mit jedem Schritt vor Augen an die nächste Sitzung. Wenn Sie mutig sind, lassen sie ihre Sitzungsteilnehmer/innen die ersten Minuten eine Atemmeditation machen, bevor sie das Meeting starten. Bevor sie ihr Lunch-Sandwich während der Bearbeitung ihrer E-Mails hinunter schlingen, kauen sie bewusst die ersten drei Bisse achtsam und lassen sie es sich schmecken.

Im Wald

Waldbaden (Shinrin Yoku) gilt in Japan als gesundheitsfördernd. Es reduziert Stress und hilft in vielen Dingen. Bewusst durch den Wald gehen oder auch nur im Wald sein. Die Düfte wahrnehmen, die Erde spüren und Bäume berühren, wirkt wunder. Mit Kopfhörer durch den Wald joggen, ist etwas anderes und hat mit Waldbaden absolut nichts zu tun.

Ein Feuer machen. Am Lagerfeuer sitzen, hat etwas Beruhigendes und stärkt unser Wohlbefinden. Am Feuer werden Gespräche gelöster und angenehmer. Das Licht und die Wärme können auch zuhause im kleinen mit Kerzen oder einem Kaminfeuer simuliert werden.

Zu Hause

Kerzen und Ruhe helfen bei der Entschleunigung. Warum nicht auch in aller Stille und ohne Zuschauer daheim Yoga und Meditationen durchführen.

Digital Detox oder ein strikter Verhaltenskodex im Umgang mit unseren digitalen Suchtmitteln braucht anfangs Überwindung, hilft aber enorm. Bezeichnen sie Tabuzonen für ihre Smartphones und iPads. Beispielsweise ist der Esstisch und/oder das Schlafzimmer eine solche Handy-freie Zone.

Schaffen sie sich eine örtliche Zeitinsel zuhause. Das kann ein bestimmtes Zimmer sein, ein Sessel oder vielleicht auch ihre Sauna. Alles was sie dort machen, hat ausschliesslich mit Entschleunigung zu tun. Ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden wird es Ihnen danken.

​Es gibt noch ganz viele weitere Methoden zur Entschleunigung im Alltag. Sie werden es sicherlich selbst entdecken oder sonst laden wir sie gerne ein bei FUNKENFEUER ein Seminar zu besuchen und sich in die Welt der Entschleunigung und Entfachung zu begeben.

Über Stefan Poth


Stefan Poth ist seit über 20 Jahren Unternehmer, Headhunter, Dozent sowie Integral und Natur Coach für Resilienz und Entschleunigung. Er begleitet zusammen mit seinem Coaching-Partner Markus Langenegger bei FUNKENFEUER Menschen, die temporär aus dem Hamsterrad aussteigen und sich in ihrer weiteren Lebenssituation verbessern wollen. Mit dem Ziel mehr Zufriedenheit und Wohlbefinden zu erreichen.

www.funkenfeuer.ch