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16. September 2017
Häufige gestellte Fragen.

Entspannung ist persönlich. Deshalb gibt es beim Saunieren auch nicht richtig oder falsch. Aber es gibt eine lange Tradition und viele wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema — und so auch klare Antworten auf häufig gestellte Fragen...

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Wer darf in die Sauna gehen?

In der Regel kann jeder in die Sauna gehen: Altersgrenzen gibt es nicht — auch Kindern kann die Schwitzkammer guttun. Schwangere und Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten nur nach Rücksprache mit dem Arzt saunieren. Unbesorgt kann man mit Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Akne oder Schuppenflechte in die Sauna gehen – mit ansteckenden oder nässenden Hautkrankheiten selbstverständlich nicht.

Wie oft sollte man die Sauna besuchen?

Meist baden Saunagänger wöchentlich einmal, wenige auch zweimal — denn so bleibt das Herz-Kreislaufsystem „im Training“. Etwa eine Woche hält die Verbesserung der Blutgefässreaktion an (und damit eine weitgehende Vorbeugung gegen Erkältungen und Grippe).

Was darf man vor dem Saunagang essen?

Vor dem Saunieren sollte man nur leicht verdauliche Kost zu sich nehmen. Auf den Genuss von Knoblauch sollte man aus Rücksicht vor den anderen Gästen verzichten. Aber Achtung: Mit leerem Magen sauniert es sich auch nicht gut!

Wie viel Zeit benötigt man zum Saunieren?

Für den ersten Saunabesuch werden mindestens 3 Stunden empfohlen. Die durchschnittliche Zeit für ein Saunabad beträgt 2,5 bis 3 Stunden. Die Gesamtlänge richtet sich nach der Anzahl und Länge der Saunagänge sowie den Pausen dazwischen.

Grundsätzlich kann man so rechnen: 3 Durchgänge á 15 Minuten = 45 plus 3 Pausen á 20 Minuten = 60 Minuten plus Vor- und Nachbereitung á 20 Minuten = 40 ergeben rund 2,5 Stunden.

Was gehört in eine Saunatasche?

  • Ein spezielles Sauna-Handtuch (absorbiert Schweiss und ist extralang).
  • Zusätzlich ein bis zwei Handtücher zum Abtrocknen nach den Duschgängen
  • Ein Bademantel für die Pausen und im Winter auch dicke Socken
  • Badesandalen
  • Eventuell Badebekleidung für den Besuch des Schwimmbades
  • Persönliche Kosmetika zur Reinigung und Pflege von Haut und Haaren
  • Eine Flasche (Mineral-) Wasser oder ungesüsster Tee

Wie viele Saunagänge sollte man durchführen?

Traditionellerweise — und weil es gesundheitlich so am meisten Sinn macht — besteht ein Saunabad aus drei Gängen. Bei mehrmaligem Besuch in einer Woche genügt es, nur zwei Saunagänge durchzuführen. Auch Einsteigern werden zwei Anwendungen empfohlen. Aber das eigene Befinden zählt! Manchmal reicht auch nur ein Saunagang aus.

Wieso sollte man in der Sauna ruhig sein?

Die Sauna ist ein Ort der Ruhe und Erholung. Das Sprechen ist zwar grundsätzlich erlaubt, allerdings nur, wenn es andere nicht stört. Bei besonderen Veranstaltungen wie Aufgüssen, kann es aber auch sehr gesellig zugehen.

Wieso sauniert man nackt?

Generell wird nackt gebadet, damit die Wärmestrahlung die Haut ungehindert erreichen kann und die Schweissverdunstung nicht beeinträchtigt wird. Zudem ist es nicht hygienisch in synthetischer Badekleidung zu schwitzen. Wer sich nackt nicht wohl fühlt, kann sich aber auch ein Badehandtuch umwickeln oder einen speziellen Saunakilt anziehen. Viele Saunen bieten ausserdem separate Frauen- und Männerbadezeiten an.

Wie bereitet man sich auf ein Saunabad vor?

In der Umkleide lässt man Kleidung und Alltaggegenstände wie das Handy zurück. Auch Schmuck und Armbanduhr sollten abgelegt werden, da Metall in der Sauna sehr heiss wird. Kontaktlinsen sollten aus dem Auge genommen werden. Für Brillen gibt es häufig vor der Saunakabine geeignete Ablagen. Die Saunatasche darf mit ihn die Anlage genommen werden, so sind Bademantel, Buch oder Wasserflasche in greifbarer Nähe. Zuerst steht aber noch die gründliche Reinigungsdusche auf dem Programm: Denn saubere und trockene Haut schwitzt besser. Wer kalte Füsse hat, sollte sie in einem warmen Fussbad erst noch aufwärmen — und dann darf es auch schon in die Kabine gehen.

Wie läuft ein Saunagang ab?

Man betritt die Saunakabine und sucht sich auf den Bänken einen Sitz- oder besser noch Liegeplatz. Je höher die Bank, desto heisser ist es. Zunächst setzt man sich mit angewinkelten Beinen auf sein Handtuch — auch die Füsse stehen auf dem Handtuch. Nach einer kurzen Weile, legt man sich dann hin, um die Hitze gleichmässig zu geniessen. Signalisiert einem der Körper (oder die eingestellte Sanduhr), dass es Zeit ist die Kabine zu verlassen, setzt man sich zunächst erstmal wieder hin. Ist der Kreislauf nach circa zwei Minuten wieder hochgefahren, kann man die Kabine mit langsamen Bewegungen verlassen. Ausserhalb der Sauna nimmt man für weitere zwei Minuten erstmal tiefe Atemzüge und geht dann unter die kalte Dusche. Bei den Füssen beginnend, duscht man den Körper langsam ab und führt den Wasserstrahl immer zum Herzen und zuletzt zum Kopf hin. Danach kann kam sich noch im Tauchbecken oder draussen (im Schnee) abkühlen. Dem folgt eine Ruhepause auf der Liege von ca. 10 Minuten, um dem Blutdruck zu normalisieren. Hier gilt die Regel: Die Abkühlphase sollte mindestens so lang dauern wie die Erwärmung. Danach kann man den Vorgang auf Wunsch noch ein- zweimal wiederholen.

Was ist ein Aufguss?

Ein Aufguss ist sozusagen „das gewisse Etwas“ des Saunaganges: Dabei wird aromatisiertes Wasser oder Eis mit einer Schöpfkelle langsam auf die Saunasteine gegossen. Der entstehende Dampf erhöht die Luftfeuchtigkeit in der Sauna und hat eine spezifische Duftwirkung. Ist ein Aufgussmeister in der Saunakabine, verteilt er den Dampf (und die darin enthaltenen Duftstoffe) mit einem Handtuch oder Fächer und einer speziellen Wedeltechnik wirkungsvoll im Raum. In den Küng Bio-Saunen können auch frische Kräuter auf dem Ofen gedämpft werden.

Welche Aufguss-Zusätze gibt es?

Die dem Aufguss beigemischten Zusätze sind synthetische oder natürliche ätherische Öle oder naturidentische Aromastoffe mit unterschiedlichsten Wirkungen. (Küng verwendet ausschliesslich naturbelassene, ätherische Öle — von denen es eine Vielzahl an Duftkompositionen gibt:

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Die Aufgussmittel sollten nie in konzentrierter Form auf die Steine aufgegossen werden, sondern in das Wasser gemischt werden. Wichtig ist auch: Die Flasche mit dem Aufgussmittel dürfen keinesfalls in der Kabine aufbewahrt werden! Bei der Küng Bio–Sauna verwendet man die Aromaschale und das Kräutersieb oder gibt die Zusätze direkt in den Wasserbehälter.

Wieso muss man sich abkühlen?

Die Lungen brauchen nach der Hitze in der Sauna Sauerstoff und der Wechsel von Heiss zu Kalt soll die peripheren Blutgefässe, Herz und Kreislauf trainieren. Nach dem bewussten Atmen geht man klassischerweise über zur Kaltdusche, dem Tauchwasserbecken und den Wechselfussbädern. Wichtig ist dabei nur, das man herzfern beginnt (also bei den Füssen und Beinen). Wer an die frische Luft geht, sollte darauf achten, dass er maximal fröstelt, nicht friert.

Wieso benötigt man eine Ruhephase?

Man ruht beim Saunieren, um den Blutdruck zu normalisieren und den Kreislauf zu stabilisieren. Ruhen heisst dabei vor allem körperlich ruhen, also liegen. Lesen oder Musik hören ist natürlich dabei eine gute Beschäftigung. Während des Ruhens sollte man sich gut einpacken, um nicht zu frieren. Allerdings auch nicht so sehr, dass man nachschwitzt.

Was bedeutet Farblicht-Therapie in der Sauna?

Farbe und Licht beeinflussen den menschlichen Organismus nachweislich und unterstützen biologische Funktionen. Den Einsatz von Farblicht findet man deshalb häufig in Softdampfbädern sowie Bio- und Kräuter-Saunen. Mit der Hilfe der vier Spektralfarben werden die Kabine und die Saunagäste beleuchtet und so eine bestimmte Wirkung erzielt (Blau soll beruhigend auf den Organismus wirken, Rot anregen, Gelb soll die Nerven stärken und Grün regenerieren).

Ist ein Saunabad gesundheitsfördernd?

Die gesundheitsfördernde Wirkung der Sauna ist wissenschaftlich bestätigt. Das Saunieren regt den Kreislauf an und verbessert die Blutgefässreaktion. So wirkt sich das regelmässige Saunabad positiv auf den Stoffwechsel und die Durchblutung aus und hat einen günstigen Effekt auf die Atemwege und die Haut.

Nehme ich durch ein Saunabad ab?

Bei einem Saunabad verliert man Wasser — das äussert sich dann auf der Waage. Tatsächlich abgenommen hat man durch die Sauna aber nicht: Der Gewichtsverlust ist ausschliesslich auf das „Ausschwemmen“ der Körperflüssigkeit zurückzuführen.

Weshalb ist trinken beim Saunieren so wichtig?

Saunieren bedeutet einen hohen Flüssigkeitsverlust. Dem Körper muss das verlorene Wasser wieder zugeführt werden: Dies geschieht am besten mit Mineralwasser oder ungesüssten Tees. Manche sagen, man sollte erst nach dem Saunabesuch trinken, damit der Körper optimal entschlackt wird. Andere halten das für Unfug. Man sollte definitiv immer dann etwas trinken, wenn man Durst hat. Und dem Körper nach dem Saunen ein bis zwei Liter Flüssigkeit zuführen.

Warum schwitze ich schlecht?

Der Körper schwitzt, um die Körpertemperaturen zu regulieren. In der extrem heissen Sauna verdunstet Schweiss allerdings sofort. Wer denkt, er schwitze nicht, tut es in Wahrheit also doch. Durch die zunehmende Schweissproduktion während des Saunierens, wird der Schweiss dann doch sichtbar. Generell schwitzen Männer stärker als Frauen und Saunageübte mehr als Neulinge. Das Schwitzen kann durch ein warmes Fussbad unmittelbar vor dem Saunagang angeregt werden. Ausserdem empfiehlt es sich, die Kabine nur mit trockener Haut zu betreten, denn sonst würde das Duschwasser auf der Haut kühlen.

Kann man im Saunaraum Kontaktlinsen tragen?

Generell ist von dem Tragen von Kontaktlinsen beim Saunieren abzuraten. Der Tragekomfort der Kontaktlinse wird durch die trockene Hitze eingeschränkt und in schlimmsten Fällen, kann die Hornhaut schlecht mit Sauerstoff versorgt werden. Sind Kontaktlinsen dennoch erwünscht oder benötigt, sind Kontaktlinsen mit vermehrter Sauerstoffdurchlässigkeit und Wasserbindung angeraten. Die Augen sollten aber häufiger geschlossen bleiben oder es sollte zusätzlich eine Schwimmbrille getragen werden.

Kann ich nach der Sauna auch warm duschen?

Nein, denn den Abkühlungsmassnahmen nach dem starken Schwitzen kommen wichtige Bedeutungen zu: Der Blutkreislauf wird gestärkt und die Körperabwehr stimuliert, ausserdem die Reaktionsbereitschaft des Kreislaufs gegenüber Kälte gestärkt. Diesen Effekt hätte man nicht, wenn man warm duschen würde — im Gegenteil: Man könnte den Kreislauf noch zusätzlich belasten.

Darf man bei einer Erkältung in die Sauna gehen?

Die Sauna sollte grundsätzlich nur in gesundem Zustand besucht werden. Man sollte nie erkältet oder mit akuten Infekten in die Sauna gehen! Das wäre extrem kreislaufbelastend und könnte von Kopfschmerzen bis hin zu Herz-Kreislaufschwächen führen.

Hat Saunabaden einen Entschlackungseffekt?

Leider gibt es zu diesem Thema keine aktuellen Studien. Ältere Untersuchungen bewiesen aber, das mit der vermehrten Schweissproduktion in der Sauna auch etwas mehr körpereigene Schlacken wie Harnstoff und Kreatinin ausgeschieden werden.

Ist Saunieren gut für die Haut?

Ja, denn die Durchblutung der Haut wird angeregt und dadurch der Fettgehalt der Hautoberfläche reguliert. Die extreme Wärme in der Sauna hat auch eine reinigende Wirkung: Denn durch die Hitze verflüssigt sich Talg in den Hautporen, Bakterien, abgestorbene Zellen und Schmutzteilchen werden fortgeschwemmt. Sogar für die altersbedingten Rückbildungsprozesse der Haut ist Saunieren von Vorteil: Denn die Durchblutungssteigerung und die Stoffwechselanregung wirken sich günstig auf die Haut und ihren Teint aus.

Warum bekomme ich in der Sauna manchmal eine Gänsehaut?

Damit wir Temperaturen wahrnehmen können, gibt es in unserer Haut verschiedene Sinneszellen — und zwar verschiedene für das Wärme- und Kälteempfinden. Die Zahl der Kälterezeptoren übersteigt die der Wärmerezeptoren um ein Vielfaches. Beim Betreten der Sauna kann es zu einer ungewöhnlichen Reaktion kommen: Die heisse Luft wird von den Rezeptoren kurzfristig falsch eingeordnet und mit einer Reaktion beantwortet, die eigentlich für die Kälte gedacht ist.

Wie kühle ich mich nach Kneipp ab?

Bei der Abkühlung mit dem Kneipp’schen Vollguss wird ein Gummischlauch mit einer Länge von mindestens 1,5 m und einem Durchmesser von ¾ Zoll oder ein Giesshandstück benötigt: Denn ein gleichförmiger, weicher, voller Wasserstrahl, zirka 4 bis 5 Zentimeter hoch, soll die Haut ummanteln. (Keinesfalls darf das Wasser auf den Körper aufprallen oder spritzen!) Zuerst werden die Körperrückseite und dann die Vorderseite abgegossen. Der Guss beginnt stets auf der rechten Körperseite von der Peripherie (Füsse, Hände) und wird zum Rumpf hin ausgeführt. Man beginnt am rechten Fuss, führt den Wasserstrahl über Unter- und Oberschenkel zum Gesäss und an der Innenseite des Beines wieder abwärts. Das Gleiche geschieht mit links. Dann folgen rechte Hand – Arm – Schulter – rechte Rückenpartie bis zur Hüfte und die Wiederholung auf der linken Seite. Anschliessend wird die Vorderseite in gleicher Weise abgegossen, und zum Schluss kommen Hals, Nacken und Gesicht an die Reihe.

Kann heisse Saunaluft für die Atemwege schädlich sein?

Nein, im Gegenteil: Die thermischen Reize auf die Schleimhäute verbessern die Abwehrmöglichkeiten unseres Körpers bei Infektionen der oberen Atemwege. Die Atemwegsschleimhäute werden bei Saunieren gut durchblutet und die Schleimabsonderung verstärkt. Zusätzlich steigt die Produktion von Abwehrstoffen wie Immunglobin-A.

Warum nehmen manche Saunisten ein Fussbad?

Während der Abkühlphase zwischen den Saunagängen fördert das warme Fussbad erheblich die Wirkung der Sauna. Zunächst empfiehlt sich wie gewohnt eine kalte Dusche oder ein erfrischender Tauchgang. Das anschliessende warme Fussbad sorgt dann erneut für die Erweiterung der Blutgefässe der Haut an den Füssen und somit eine bessere Durchblutung. Sie erleichtert auch den Abtransport der Wärme aus dem Inneren des Körpers.

Leben Saunagänger länger?

Tatsächlich! Studien belegen eine gesteigerte thermische Anpassungsfähigkeit des Körpers durch regelmässiges Saunieren und eine dadurch resultierende, langfristige Absenkung der Körperkerntemperatur. Dies führt zu einer verringerten Entstehung freier Radikale, welche Alterungsprozesse im Körper beschleunigen. Eine niedrigere Köperkerntemperatur steigert ausserdem nachweislich die Lebenserwartung.

Können Kinder mit in die Sauna?

In den Empfehlungen des Deutschen Sauna-Bundes zur Haus- und Badeordnung öffentlicher Bäder ist die Mitnahme von Kindern ab drei Jahren gestattet. In Finnland gehen Kinder meist aber schon viel früher mit in die Sauna. Grundsätzlich unterscheidet sich der Badeablauf für Kinder nicht von dem der Erwachsenen. Wichtig ist, dass sich die Eltern genau an die Baderegeln halten, denn nur ein richtig durchgeführtes Saunabad ist für Kinder komplikationslos und gesundheitlich nützlich.

Darf man schwanger Saunabaden?

Eine unkomplizierte Schwangerschaft stellt keinen Hinderungsgrund für das Saunabaden dar. Dieses gilt besonders dann, wenn die werdende Mutter bereits vorher das Saunabaden gewöhnt war. Der Saunabesuch kann dann prinzipiell bis zur Entbindung fortgesetzt werden. Hinweise für das Auslösen von Fehlgeburten oder das Auftreten von Komplikationen wurden nicht publiziert. Saunaanfängern wird allerdings geraten, erst ab dem vierten Schwangerschaftsmonat damit zu beginnen.

Ist die Sauna auch für ältere Menschen geeignet?

Selbstverständlich! Senioren, die schon immer saunageübt waren, können ihrem Hobby weiter frönen. Saunaanfänger in hohem Alter, sowie Menschen, die unter Herzkrankheiten, Gefässleiden, hohem Blutdruck oder Venenproblemen leiden, sollten aber immer erst mit einem saunakundigen Arzt sprechen. Danach sind selbst eine stabile Herzerkrankung und ein gut eingestellter Blutdruck kein Grund, sich die Sauna nicht mehr zu gönnen. Experten empfehlen für Senioren allerdings Saunagänge mit milderen Temperaturen.

Begünstigt ein Saunagang die Regeneration nach dem Sport?

Sport und Saunabaden ist eine seit Jahrzehnten bewährte Kombination. Zwar lässt sich eine unmittelbare Leistungssteigerung im Sport über das Saunabaden nicht erreichen, doch die konditionsstärkenden, prophylaktischen und therapeutischen Wirkungen der Sauna sind für Sportler besonders von Vorteil. Beachten sollte man nur, dass die sportliche Betätigung der Sauna immer vorausgehen sollte. Der Kreislauf muss sich gut erholt haben (dies kann bis zu einer halben Stunde Pause bedeuten). Besonders bewährt haben sich Saunagänge bei kleineren Muskelverspannungen und –Verletzungen, denn die Stoffwechselsteigerung und die leichte Überwärmung des Körpers begünstigen die Heilungsvorgänge. Sportler müssen jedoch besonders gut auf eine Versorgung des Körpers mit Flüssigkeit, Mineralien und Vitaminen achten.

Trainiert regelmässiges Saunieren das Gefässsystem?

Die Saunahitze stimuliert das vegetative Nervensystem, in der Abkühlphase verengen sich die Blutgefässe im Körper durch Kaltwasseranwendungen. Die Kälte sorgt dafür, dass sich die erweiterten Blutgefässe kräftig zusammenziehen, damit über sie keine weitere Wärme verloren geht. Das ist ein hochwirksames Gefässtraining!

Kann Saunabaden den Blutdruck senken?

Studien belegen, dass Saunabaden den Kreislauf stabilisiert und blutdrucksenkend auswirken kann. Wenn man Medikamente einnimmt, sollte man aber immer den betreuenden Arzt um Rat fragen. Betablocker zur Blutdrucksenkung verhindern beispielsweise häufig, dass sich der Herzschlag und damit der Blutfluss zur Abkühlung beschleunigen.

Welche positiven Effekte hat das Dampfbad?

Das Dampfbad mit seiner extrem hohen Luftfeuchtigkeit reinigt und stärkt die Atemwege, es fördert den Kreislauf, macht die Haut streichelzart und löst schmerzhafte Muskelverspannungen. Das Dampfbad ist also ein medizinisches Allround-Talent. Mit seinen niedrigeren Temperaturen ist es vor allem für Saunaeinsteiger geeignet.

Was ist eine Infrarot-Wärmekabine?

Die Infrarot-Wärmekabine zeichnet sich dadurch aus, dass die Wärmeaufnahme des Badegastes durch die Strahlungswärme über IR-Strahler oder ähnliche Komponenten erfolgt. Die Badetemperatur in einer Infrarot-Wärmekabine liegt üblicherweise bei ca. 40-45°C. Die Wirkungen der Infrarotkabine unterscheiden sich physiologisch kaum von der Wirkungsweise der Sauna. Aufgüsse sind in der Infrarot-Wärmekabine jedoch nicht möglich und deren positiven Auswirkungen bleiben so leider aus. Der Badeablauf ist auch anders, als der in der Sauna: Die Infrarot-Wärmekabine wird auf 35 bis 40° C aufgeheizt. Ein Badegang dauert 20 bis 30 Minuten. Nach dem Bad empfiehlt es sich, lauwarm oder warm zu duschen und sich eine Ruhepause von 10 bis 20 Minuten zu gönnen.